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Auf weiter_erzählen befinden sich über 150 Video- und Audiointerviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus, die einen Bezug zu Österreich haben. Verschiedene Institutionen, Filmemacher*innen und Privatpersonen haben diese Dokumente in den vergangenen Jahrzehnten produziert. _erinnern.at_ macht nun in Kooperation mit dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus viele dieser Quellen erstmals in voller Länge, offen im Internet und erschlossen zugänglich. Darunter befinden sich mehrere Gespräche mit dem- oder derselben Zeitzeug*in aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Interviews sind verschlagwortet, verschiedenen Themen und Bundesländern zugeordnet und somit leicht durchsuchbar. Jede Woche kommen neue Videos hinzu.


Interview-Archiv

 12. März 1938: Nationalsozialistische Machtübernahme und Einmarsch deutscher Truppen

Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein. Mit dem "Anschluss" endete die österreichische Eigenstaatlichkeit, die Nationalsozialisten übernahmen die Macht. Für die Mehrheit der aus der „Volksgemeinschaft“ Ausgeschlossenen war mit diesem Tag klar, dass sie in Österreich nicht mehr in Sicherheit würden leben können. "Es war fürchterlich. Alle haben gejubelt, und wir, die Juden, haben uns beinah' unter'm Bett versteckt", erzählt Renée Wiener. Mit Schrecken beobachtete sie einen der folgenden Anschlusspogrome: Deutsche, aber auch lokale Nationalsozialisten zwangen Jüdinnen und Juden, ständestaatliche Slogans von Bürgersteigen zu waschen. Oft sahen auch eigentlich unbeteiligte Menschen mit Begeisterung bei den "Reibpartien" zu. Zvi Heidenfeld musste ebenfalls Trottoirs reinigen. Eric M. wurde wie viele andere in einer Verhaftungswelle nach dem "Anschluss" in die Konzentrationslager Dachau und dann Buchenwald verschleppt.

Renée Wiener

Renée Wiener

Interviewer/in: Albert Lichtblau, Maria Ecker-Angerer
Interviewort: New York, USA
Aufnahmejahr: 2008
Sammlung: Albert Lichtblau
Dauer: 02:34:51

Eric M.

Eric M.

Interviewer/in: Ann Solov Walker
Interviewort: Peabody, Massachusetts, USA
Aufnahmejahr: 1995
Sammlung: Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies
Dauer: 01:00:44

Zvi Heidenfeld

Zvi Heidenfeld

Interviewer/in: Dieter J. Hecht
Interviewort: Netanya, Israel
Aufnahmejahr: 2003
Sammlung: Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel; Dieter J. Hecht
Dauer: 01:15:00

Jehudith Hübner über ihre ermordete Schwester Edith Winkler

Im Archiv befinden sich ein Audio- und zwei Videointerviews mit Jehudith Hübner (ehemals Jessy Winkler). In diesen Erzählungen erinnert sie sich an ihr Leben in Wien, an antisemitische Verfolgung durch die Nationalsozialisten, ihre Flucht nach Palästina und auch an den Abschied von ihrer Schwester Edith: Sie „hat sich an mich gehängt, bitter geweint: ‚Bitte, geh nicht weg, nimm mich mit. Bitte nimm mich mit. Bitte geh nicht weg.’ Das war es“. Aus den Interviews mit Jehudith Hübner wissen wir, dass Edith und ihre Eltern nicht fliehen konnten. Sie wurden ermordet.

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Jehudith Hübner 1998 (Audio)

Interviewer/in: Beate Westermayer, Eveline Graßmann
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 1998
Sammlung: Archiv für Gesprochenes Deutsch / Anne Betten
Dauer: 01:02:43

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Jehudith Hübner 2003 (Video)

Interviewer/in: Dieter J. Hecht
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 2003
Sammlung: Zentralkommittee der österreich. Juden in Israel / D. Hecht
Dauer: 02:54:43

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Jehudith Hübner 2008 (Video)

Interviewer/in: Markus Barnay
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 2008
Sammlung: _erinnern.at_ / Neue Heimat Israel
Dauer: 01:59:54

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"Wer ist schuld am Tod von Edith Winkler?" (pdf)

Jehudith Hübner gelang die Flucht. Ihre Mutter und ihre Schwester Edith wurden in Chełmno/Kulmhof ermordet. Das Unterrichtsmaterial thematisiert die  gesellschaftliche Verantwortung für Ediths Tod.

Digitale Lernmaterialien Videointerviews von _erinnern.at_

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über_leben

Sieben österreichische Zeitzeug*innen sprechen in Videointerviews darüber, wie sie trotz widrigster Bedingungen die NS-Zeit überleben konnten.

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Neue Heimat Israel

13 Überlebende des Holocaust aus Österreich erzählen über Verfolgung und Flucht sowie über ihr Leben in der neuen Heimat Israel.

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Alte Neue Heimat

Zehn Zeitzeug*innen aus Innsbruck erzählen über ihr Leben vor 1938, ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten, Flucht und Leben in England und Israel.

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App Fliehen vor dem Holocaust

"Fliehen vor dem Holocaust. Meine Begegnung mit Geflüchteten" erschließt Jugendlichen durch Videointerviews Erzählungen zu Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung.

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DVD Das Vermächtnis

"Das Vermächtnis" enthält 13 Erzählungen von Überlebenden aus der Sammlung des USC Shoah Foundation Institute for Visual History and Education.

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Website IWitness

Auf der Seite IWitness.usc.edu der USC Shoah Foundation stehen mehr als 1.500 Videointerviews zur Verfügung. _erinnern.at_ hat das erste deutschsprachige Modul erstellt.