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Anlässlich des Gedenkjahres 2018 versammelt das online Archiv weiter_erzählen Video- und Audiointerviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus, die einen Bezug zu Österreich haben. Diverse Institutionen und Privatpersonen haben diese Dokumente in den vergangenen Jahrzehnten produziert. _erinnern.at_ macht nun in Kooperation mit dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus viele dieser Quellen erstmals in voller Länge, offen im Internet und erschlossen zugänglich. Darunter befinden sich mehrere Gespräche mit dem- oder derselben Zeitzeug*in aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Interviews sind verschlagwortet, verschiedenen Themen und Orten zugeordnet und somit leicht durchsuchbar. Jede Woche kommen neue Videos hinzu.


Interview-Archiv

Über den Vernichtungsort Malyj Trostenez Minsk

Im Haus der Geschichte Österreich ist vom 14.6. bis 27.10.2019 die Ausstellung "Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung" zu sehen. Knapp 10.000 jüdische Österreicher*innen, insgesamt etwa 60.000 Menschen, wurden hauptsächlich in Blagovschina, Bestandteil der Vernichtungsstätte, ermordet. Es sind nur 17 Überlebende bekannt. Unter den Tätern waren auch Österreicher. Katriel Fuchs, Amnon Berthold Klein und Shaul Otto Baumann erinnern sich an den Verlust von Familienmitgliedern, die nach Minsk deportiert wurden und auf dem Transport oder vor Ort starben. Sie selbst hatten vor der antisemitischen Verfolgung aus Österreich fliehen können und die Verwandten zurück lassen müssen. Erst später erfuhren sie, wie Eltern oder Geschwister zu Tode gekommen waren.

Katriel & Hilde Fuchs

Katriel & Hilde Fuchs

Interviewer/in: Michael Kofler, Georg Traska, Judith Pühringer
Interviewort: Haifa, Israel
Aufnahmejahr: 2013
Sammlung: WH Media GmbH/Strom der Erinnerung
Dauer: 00:59:40

Amnon Berthold Klein

Amnon Berthold Klein

Interviewer/in: Albert Lichtblau, Markus Barnay
Interviewort: Ramat HaSharon, Israel
Aufnahmejahr: 2009
Sammlung: _erinnern.at_ » Neue Heimat Israel
Dauer: 01:50:12

Ari Rath & Shaul Otto Baumann & Avi Baumann

Ari Rath & Shaul Otto Baumann & Avi Baumann

Interviewer/in: Anne Betten
Interviewort: Jerusalem, Israel
Aufnahmejahr: 2008
Sammlung: Archiv für Gesprochenes Deutsch Mannheim/Anne Betten
Dauer: 00:46:48

Jehudith Hübner über ihre ermordete Schwester Edith Winkler

Im Archiv befinden sich ein Audio- und zwei Videointerviews mit Jehudith Hübner (ehemals Jessy Winkler). In diesen Erzählungen erinnert sie sich an ihr Leben in Wien, an antisemitische Verfolgung durch die Nationalsozialisten, ihre Flucht nach Palästina und auch an den Abschied von ihrer Schwester Edith: Sie „hat sich an mich gehängt, bitter geweint: ‚Bitte, geh nicht weg, nimm mich mit. Bitte nimm mich mit. Bitte geh nicht weg.’ Das war es“. Aus den Interviews mit Jehudith Hübner wissen wir, dass Edith und ihre Eltern nicht fliehen konnten. Sie wurden ermordet.

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Jehudith Hübner 1998 (Audio)

Interviewer/in: Beate Westermayer, Eveline Graßmann
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 1998
Sammlung: Archiv für Gesprochenes Deutsch / Anne Betten
Dauer: 01:02:43

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Jehudith Hübner 2003 (Video)

Interviewer/in: Dieter J. Hecht
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 2003
Sammlung: Zentralkommittee der österreich. Juden in Israel / D. Hecht
Dauer: 02:54:43

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Jehudith Hübner 2008 (Video)

Interviewer/in: Markus Barnay
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 2008
Sammlung: _erinnern.at_ / Neue Heimat Israel
Dauer: 01:59:54

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"Wer ist schuld am Tod von Edith Winkler?" (pdf)

Jehudith Hübner gelang die Flucht. Ihre Mutter und ihre Schwester Edith wurden in Chełmno/Kulmhof ermordet. Das Unterrichtsmaterial thematisiert die  gesellschaftliche Verantwortung für Ediths Tod.

Digitale Lernmaterialien Videointerviews von _erinnern.at_

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über_leben

Sieben österreichische Zeitzeug*innen sprechen in Videointerviews darüber, wie sie trotz widrigster Bedingungen die NS-Zeit überleben konnten.

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Neue Heimat Israel

13 Überlebende des Holocaust aus Österreich erzählen über Verfolgung und Flucht sowie über ihr Leben in der neuen Heimat Israel.

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Alte Neue Heimat

Zehn Zeitzeug*innen aus Innsbruck erzählen über ihr Leben vor 1938, ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten, Flucht und Leben in England und Israel.

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App Fliehen vor dem Holocaust

"Fliehen vor dem Holocaust. Meine Begegnung mit Geflüchteten" erschließt Jugendlichen durch Videointerviews Erzählungen zu Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung.

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DVD Das Vermächtnis

"Das Vermächtnis" enthält 13 Erzählungen von Überlebenden aus der Sammlung des USC Shoah Foundation Institute for Visual History and Education.

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Website IWitness

Auf der Seite IWitness.usc.edu der USC Shoah Foundation stehen mehr als 1.500 Videointerviews zur Verfügung. _erinnern.at_ hat das erste deutschsprachige Modul erstellt.