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Auf weiter_erzählen befinden sich Video- und Audiointerviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus, die einen Bezug zu Österreich haben. Verschiedene Institutionen, Filmemacher*innen und Privatpersonen haben diese Dokumente in den vergangenen Jahrzehnten produziert. _erinnern.at_ macht nun in Kooperation mit dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus viele dieser Quellen erstmals in voller Länge, offen im Internet und erschlossen zugänglich. Darunter befinden sich mehrere Gespräche mit dem- oder derselben Zeitzeug*in aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Interviews sind verschlagwortet, verschiedenen Themen und Bundesländern zugeordnet und somit leicht durchsuchbar. Jede Woche kommen neue Videos hinzu.


Interview-Archiv

Befreiung und Kriegsende vor 75 Jahren

Im Frühling 1945 befreiten die Alliierten die nationalsozialistischen Konzentrationslager in Deutschland und Österreich. Einheiten der US Army erreichten das KZ Mauthausen am 5. Mai 1945, am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Karl Sarközi, Rom aus dem Burgenland und Häftling im KZ Buchenwald, berichtet von seinen Begegnungen mit amerikanischen und sowjetischen Soldaten im April 1945. Lucia Heilman ist Jüdin und war in einem Keller in Wien versteckt. Als im April Stille in der Stadt eintrat, wusste Heilman, dass der Krieg in Wien zu Ende war. Pjotr S. Berežnoj, ukrainischer Zwangsarbeiter, erzählt, wie er als Häftling die Befreiung des KZ Mauthausen erlebte und noch in den letzten Tagen einer Erschießung entging. Viele Verfolgte waren sehr geschwächt und mussten sich erst wieder orientieren. Sie hofften, Familienmitglieder zu finden und erfuhren oft, dass diese nicht mehr am Leben waren. Zudem stellte sich für viele die Frage, wie und wo sie ihr Leben nach der jahrelangen Verfolgung würden gestalten können. Im Archiv lassen sich weitere Interviews, in denen über die Befreiung des KZ Mauthausen und seiner Außenlager erzählt wird, finden!

Karl Sarközi

Karl Sarközi

Interviewer/in: Michael Teichmann, Emmerich Gärtner-Horvath
Interviewort: Zahling, Burgenland
Aufnahmejahr: 2006
Sammlung: Roma Service/Amari Historija & Mri Historija
Dauer: 00:40:11

Lucia Heilman

Lucia Heilman

Interviewer/in: Eva Ribarits
Interviewort: Wien
Aufnahmejahr: 1997
Sammlung: USC Shoah Foundation
Dauer: 00:51:18

Pjotr S. Berežnoj

Pjotr S. Berežnoj

Interviewer/in: Irina Ščerbakova
Interviewort: Lugansk, Ukraine
Aufnahmejahr: 2002
Sammlung: Mauthausen Survivors Documentation Project
Dauer: 02:03:06

Jehudith Hübner über ihre ermordete Schwester Edith Winkler

Im Archiv befinden sich ein Audio- und zwei Videointerviews mit Jehudith Hübner (ehemals Jessy Winkler). In diesen Erzählungen erinnert sie sich an ihr Leben in Wien, an antisemitische Verfolgung durch die Nationalsozialisten, ihre Flucht nach Palästina und auch an den Abschied von ihrer Schwester Edith: Sie „hat sich an mich gehängt, bitter geweint: ‚Bitte, geh nicht weg, nimm mich mit. Bitte nimm mich mit. Bitte geh nicht weg.’ Das war es“. Aus den Interviews mit Jehudith Hübner wissen wir, dass Edith und ihre Eltern nicht fliehen konnten. Sie wurden ermordet.

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Jehudith Hübner 1998 (Audio)

Interviewer/in: Beate Westermayer, Eveline Graßmann
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 1998
Sammlung: Archiv für Gesprochenes Deutsch / Anne Betten
Dauer: 01:02:43

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Jehudith Hübner 2003 (Video)

Interviewer/in: Dieter J. Hecht
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 2003
Sammlung: Zentralkommittee der österreich. Juden in Israel / D. Hecht
Dauer: 02:54:43

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Jehudith Hübner 2008 (Video)

Interviewer/in: Markus Barnay
Interviewort: Jerusalem
Aufnahmejahr: 2008
Sammlung: _erinnern.at_ / Neue Heimat Israel
Dauer: 01:59:54

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"Wer ist schuld am Tod von Edith Winkler?" (pdf)

Jehudith Hübner gelang die Flucht. Ihre Mutter und ihre Schwester Edith wurden in Chełmno/Kulmhof ermordet. Das Unterrichtsmaterial thematisiert die  gesellschaftliche Verantwortung für Ediths Tod.

Digitale Lernmaterialien Videointerviews von _erinnern.at_

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über_leben

Sieben österreichische Zeitzeug*innen sprechen in Videointerviews darüber, wie sie trotz widrigster Bedingungen die NS-Zeit überleben konnten.

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Neue Heimat Israel

13 Überlebende des Holocaust aus Österreich erzählen über Verfolgung und Flucht sowie über ihr Leben in der neuen Heimat Israel.

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Alte Neue Heimat

Zehn Zeitzeug*innen aus Innsbruck erzählen über ihr Leben vor 1938, ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten, Flucht und Leben in England und Israel.

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App Fliehen vor dem Holocaust

"Fliehen vor dem Holocaust. Meine Begegnung mit Geflüchteten" erschließt Jugendlichen durch Videointerviews Erzählungen zu Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung.

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DVD Das Vermächtnis

"Das Vermächtnis" enthält 13 Erzählungen von Überlebenden aus der Sammlung des USC Shoah Foundation Institute for Visual History and Education.

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Website IWitness

Auf dem Portal IWitness.usc.edu der USC Shoah Foundation stehen mehr als 1.500 Videointerviews zur Verfügung. _erinnern.at_ hat die ersten deutschsprachigen Module erstellt.